Cuvee Weißwein Halbtrocken – Weinhaus Freyburg – Hiesiger

Cuvee Weißwein - Weinhaus Hiesiger Freyburg

Heute hat mich mal wieder meine Arbeit eingeholt. Meine Partnerin entwickelt derzeit viel Interesse für IT-Themen. Daher muss ich jetzt auch schon zu Hause erklären, was meine Firma und ich eigentlich mache. Mitunter schwierig :/. Daher lieber schnell zurück zur Weißwein Verkostung. Bevor ich damit aber anfange, möchte ich noch kurz über etwas lustiges berichten. Vorletzte Woche hat mich eine rumänische Vertretung lokaler Winzer angeschrieben, ob ich und meine Kollegen nicht Lust hätten 9 Weine auf der Grünen Woche in Berlin zu verkosten. 🙂 Leider gab es dabei zwei Probleme: Nr. 1 – leider wurden keine Reisekosten erstatt und Nr. 2 es heißt Grüne Woche und nicht Grünes Wochenende. Mein Chef hat nur gelacht und mich auf meinen Faux pas hingewiesen.

Daher habe ich mir vom Weinhaus Freyburg Hiesiger einen Cuvee Weißwein geholt. Ich wollte mich einfach mal überraschen lassen. Ab und zu mal hat ein Hypermarkt (= Großer Supermarkt, wie bspw. Kaufland) ja auch etwas Gutes im Angebot. Ein Cuvee ist ein Verschnitt oder „Komposition“ verschiedener Weine. In diesem Fall wurden Gutedel, Silvaner und Kerner verschnitten.

Der Wein riecht erst einmal ganz lecker, verblasst jedoch ziemlich schnell. Farblich ist er strohgelb. Die Säure ist ausgewogen balanciert, aber weit weg von verspielt. Sie ist halt nicht aufdringlich aber auf nicht überragend präsent oder einprägsam. Der Abgang ist genauso schnell verflogen, wie der Geruch. Der Geschmack ist leicht vegetativ. Gräser, Heu etwas in dieser Richtung. Entsprechend nichtssagend fällt auch das Aromaradar aus. Er ist halt ok, aber nicht tolles.

Ganz ehrlich? Klickt auf den Link, damit ihr wisst wie er genau aussieht und macht einen Bogen drum. Die 4 – 5 EUR pro Flasche könnt ihr besser in einen Maybach investieren, wenn Ihr im Supermarkt seid oder gleich etwas richtiges vom Winzer holen. Ich nasche jetzt erst einmal Schwarzwälder Kirsch Eis um mich zu trösten 🙂

Schwarzwälder Kirsch Eis
Schwarzwälder Kirsch Eis

Restzucker: 13,7 g/L

Säuregehalt: 6,8 g/L

Alkohol Gehalt: 11,5%

Rebsorten: Gutedel, Silvaner und Kerner

Maybach Weißer Burgunder 2016 Trocken – Peter Mertes KG

Maybach Weißer Burgunder 2016 - Peter Mertes KG

Guten Abend liebe Leser,

gestern Nachmittag war ich bei meiner Tante (Beweis folgt später im Text) und bekam zum Spielen auch Wein serviert. Da dachte ich mir: Verkosten kannst du auch dort vor Ort. Von Tantchen gab es zwar einige komische Blicke aber das war mir egal :). Es muss ja auch nicht immer der teure Tropfen aus dem Weinkeller des Top Winzers sein. Manchmal kann auch ein Supermarkt Wein für einige Euros überzeugen. Ja, das dachte ich mir so und machte mich an den Maybach.

Der Geruch hat er mich nicht überzeugt. Er war schwach ausgeprägt, leicht würzig und floral. Mich hat es entfernt an Aprikose erinnert. Aber dafür musste ich mehr als nur einmal daran riechen. Der Geschmack war dann doch schon besser. Er geht leicht herunter und hat eine pfiffige Säure. Etwas verspielt und prickelnd am Gaumen. Der Abgang ist linear und sauber. Das Wort „Einfach“ wollte ich nicht verwenden, da es immer negativ konnotiert ist. Man erkennt vegetative Noten von Gräsern und Wiese. Fruchtaromen besitzt er kaum.

Tja und das war es auch schon. Der Maybach ist ok, aber nichts besonders. Das wäre auch eher schwierig. Wein ist ja immer individuell und abhängig vom Jahrgang. Für einen standardisierten Wein ist das dann schon schwierig zu handhaben. Nach dem Eindruck wollte ich eigentlich aufhören etwas zu schreiben. Aber dann kam das zweite und das dritte Glas und irgendwie wurde er immer besser. Ich weiß nicht wieso aber dann wird er auch etwas fruchtiger und ist nicht mehr ganz so trocken.

Mensch Ärgere Dich Nicht
Mensch Ärgere Dich Nicht bei Tantchen – Am Ende habe ich gewonnen 🙂

Tja, und hier ist wie versprochen der Beweis. Man beachte die traditionell, konservativ gemusterte Lieblingstischdecke von Tantchen 🙂 Den Maybach könnt ihr getrost im Supermarkt einpacken.

Den Wein findet ihr hier.

Restsüße: 6,4 g

Säure: 5,4 g

Gelber Muskateller 2017 – Weingut Gerhard Klein

Gelber Muskateller 2017 - Weingut Gerhard Klein

Riecht sehr stark nach weißen Weintrauben. Leicht Pfeffrig, Noten von Zwetschgen und Pfirsichen. Die Säure kommt bereits im Geruch an. Allerdings muss man sagen, dass im Geruch auch eine gewisse Schwere oder Behäbigkeit liegt. Jedenfalls ist es echt intensiv.

Wie habe ich Ihn bekommen? Die Schwester und Ihr Mann von meiner Freundin waren mit Ihren kleinen Kindern zu Besuch. Als Gastgeschenk haben Sie ihn mitgebracht. Sie hat den Wein auf Empfehlung ausgesucht. Ihr war es wichtig, dass der Wein „Geschichte“ hat.

Ein interessanter Side Fact des Muskateller ist, dass man bereits am Geruch der Trauben auf den Geschmack des Weins schließen kann. In Deutschland wird er leider nur in kleiner Menge in der Pfalz angebaut

Wie sieht er denn aus?Sehr klar. Leichtes Gelb. Keinesfalls strohig oder satt, sondern es erinnert eher an die Fruchtfleischfarbe von Weinbergpfirsichen.

Den 2017 Jahrgang bekommt man leider nicht mehr im Weingut 🙁 – Daher war dieser Wein ein Unikat. Wer Ihn noch in seinem Schrank hat, sollte Ihn für einen sehr guten Moment aufbewahren. Ich bin sehr gespannt wie der 2018 Jahrgang werden wird.

Wonach schmeckt er? Nach Trauben und zwar unglaublich intensiv. Ebenso würzig mit leichtem Muskatton. Vielleicht lag daran auch die Behäbigkeit im Geruch. Er kommt frisch und fruchtig rüber. Allerdings nicht wirklich knackig, da die Säure im Hintergrund ist und diese ist auch etwas unausgewogen

Leicht floral. Frische Zitrusnoten. Kurzer Abgang. Im Gaumen etwas schwer. Der Anfang ist eine wahre Freude. Der Abgang könnte länger sein. Im Gaumen verbleibt er etwas schwer. Insgesamt ist der Wein echt super. Eine wirkliche Freude. Passt prima als exotischer Aperitif.

Mehr Informationen über das Weingut findet Ihr hier: www.kleinwein.com

Neipperger Steingrube Riesling Kabinett 2017 – WG Stromberg Zabergäu

Neipperger Steingrube Riesling Kabinett 2017

„Weihnachtszeit, Weihnachtszeit kommt und seit bereit. Macht ne Flasche auf und schenk euch ein. Denn es ist Weihnachtszeit.“ – Wie Ihr merkt ist es Weihnachtszeit  bei mir ausgebrochen und anstatt überteuerten und überzuckerten „Glüh“-Wein auf dem Weihnachtsmarkt zu trinken, sitze ich gemütlich zu Hause und schreibe.

Eigentlich mag ich die Weihnachtsmarktzeit sehr. Der Erfurter Weihnachtsmarkt wurde auch vor kurzem zu einem der schönsten Märkte gewählt. Aber die Buden machen immer nur dasselbe. Es werden gefühlt immer mehr Trink-und-Ess-Buden, anstatt Handwerker und ich habe inzwischen mehr Freude an Knobi-Brot gefunden, anstatt an Aroma-Glühwein. 🙂

Anstatt mich darüber zu ärgern habe ich bei Youtube meinen neuen Lieblings Ohrwurm eingeschaltet  – N´To ein französischer Deep Techno DJ und trinke Neipperger Steingrube 2017 Riesling Kabinett. Ich bin kein großer Rieslingliebhaber, da hier eigentlich das Säurespiel im Vordergrund steht und ich mehr auf Aromen und Komplexität stehe, aber was soll ich machen? Der Wein kam von Mutti :).

Das Bukett kommt mit sanften Vanille und Birnennoten bei mir an.  Die Farbe ist klar und hellgelb. Persönlich greife ich lieber zu Weinen mit höherem Restzuckeranteil, aber der Kabinett kommt keinesfalls halbtrocken bei mir an. Das Besondere an diesem Wein ist, dass hier Aromen und Säurespiel bei einem Riesling gleichermaßen zum Zug kommen. Die Aromen erinnern an helle Früchte, ohne jedoch eine spezifische Zuordnung zu erlauben. Das Weingut Stromberg Zabergäu verweist auf Aprikosen.

Ich würde nicht sagen, dass der Wein ein komplexes Spiel im Mund eröffnet. Er ist mehr ein angenehmer sommerlicher Wein mit ausgeglichenem Säure-Aromenspiel und markanten Abgang. Nicht vergessen möchte ich, dass es sich um einen Prädikatswein handelt.

Gut für Leute die halbtrocken / Trocken mögen und einen Riesling suchen, der nicht nur mit Säurespiel, sondern auch mit fruchtigen Aromen punkten kann. Wer Lust darauf hat kann ihn hier finden.

Zum Abschluss noch ein paar Zahlen:

Restsüße: 22,3 g/l

Alkoholgehalt:  10,5 % vol.

Säuregehalt: 6,0 g/l

In diesem Sinne: Hohoho 🙂

Ortega Spätlese 2016 – Weingut Dr. Hage

Hey Leute,

es ist Sonntag und morgen beginnt wieder eine Arbeitswoche bei meinem Lieblingsarbeitgeber.Ich weiß, es klingt nach Schleimerei, aber ich mag die Firma echt. Heute Abend habe ich vom Weingut Dr. Hage, Saale-Unstrut, einen Ortega Spätlese 2016.

Die Rebsort Ortega kannte ich bisher auch nicht. Es ist eine Kreuzung aus Müller-Thurgau und Siegerrebe. Der Wein wurde dem Philosophen  José Ortega y Gasset gewidmet. Wer von den guten Herren noch nie gehört hat, befindet sich bei mir in guter Gesellschaft J. Ortega wird eher als Tafelwein gehandelt. „Große“ Weine hat die Traube noch nicht hervor gebracht.

Das Weingut selbst beschreibt den Wein als harmonisch mit feinem Bukett von Aprikosen und Quitten. Das Etikett spricht von Äpfeln und Birnen. Für mich persönlich kommt beides nicht wirklich hin.

Sein Geruch ist nur sehr verhalten. Mit viel Phantasie kann man Birnen eventuell heraus riechen. Meine Partnerin hat es geschafft. Ich leider nicht. Die Aromen bleiben nur kurz im Gaumen. Der Abgang ist ebenso unspektakulär. Angenehm ist die Säure. Sie kommt schnell und voll, verschwindet aber auch wieder rasch. Ein Spiel würde ich ihr nicht unterstellen. Teilweise prickelt sie aber noch auf der Zunge nach. Das ist ganz nett. Die Restsüße ist für eine Spätlese ok. Mit seinen 18,4 Gramm ist es wenig. Ich mag es etwas lieblicher, aber das passt. Im Gaumen entwickelt sich der Wein. Problematisch ist, dass ich nicht wirklich weiß was sich entwickelt. Wie gesagt, ich kann die angepriesenen Aromen nicht nachvollziehen.

Am ehesten würde ich Birne, leichte blumige und vegetative Noten herausschmecken. Schön ist eine gewisse Schärfe. Ich würde den Wein wahrscheinlich nicht nochmal kaufen. Die 8,50€ kann man besser investieren. Es ist kein schlechter Wein, aber mich hat nicht überzeugt. Das Weingut findet ich hier: https://www.weingut-dr-hage.de/

Alkoholgehalt: 11%

Restsüße: 18,4 Gramm

Säure: 5,6 Gramm

Weinwichteln Teil1

Gutedel 2017 Trocken - Weingut Hey (Saale-Unstrut)

Hallo Leute,

heute gibt es mal etwas anderes. Weissweinlust.de nimmt am Weinwichteln von DrunkenMonday teil :). Einige werden es sicher noch aus der Schulzeit kennen. Man bekommt einen Partner zugewiesen und kann sich dann einige Tage später über ein Geschenk freuen. Eine super Sache.

In meinen Augen ist es noch viel besser das mit Wein zu machen. Das hat einen einfachen Grund. Guter Wein ist wie eine Perle. Es gibt ihn überall, aber er ist meist versteckt. Über das Wichteln bekommt man Zugriff auf die Erfahrung von vielen Weinliebhabern und lernt ihre Regionen kennen.

Das Projekt begann von DrunkenMonday 2014 und startete mit fast 500 Wichtlern/-innen (Gibt es das Wort überhaupt?). Inzwischen sind sie bei über 2000 angekommen. Und was daran bemerkenswert ist: Es geht über Ländergrenzen hinweg. In der Facebook Gruppe habe ich auch irgendwo Kalifornien gelesen. Es geht also um die Welt. Wirklich interessant ist dabei, dass viele Wichtler/-innen mehr als nur eine Flasche verschicken :).

Ich habe mich für einen Gutedel Trocken 2017 vom Weingut Hey (Saale-Unstrut) entschieden, ganz nach dem Motto „Support your locals“. Das Paket geht heute raus an die Deutsch-Französische Grenze in ein kleines Dorf mit einer Weinrebe im Wappen. Im Hintergrund ist mein kleiner grüner Kaktus, mein Wei(n)hnachtskalender und mein Wei(n)hnachtsbaum zu sehen. Die bleiben allerdings hier.

Ich bin gespannt was wir für einen Wein erhalten, hoffentlich einen Weißwein. Im zweiten Teil des Beitrags wird der gewichtelte Wein verkostet, auch wenn es ein Roter ist.

Riesling Trocken 2016 – Edition Valentin Vogel

Hallo meine Lieben,

es tut mir sehr leid, dass ich lange keinen Beitrag mehr reingestellt habe. Ich war ein wenig mit meinen Umzug in eine neue Wohnung beschäftigt. Nach so viel Stress, tut es einfach mal gut wieder einen richtig guten Riesling zu öffnen. Hier von Valentin Vogel.

Der Wein hat sogar 2017 und 2018 einige Preise gewonnen. Die hat er sich auch sichtlich verdient! Dieser Meinung war auch die 100-köpfige Experten Jury beim “Best of Riesling 2016”. Nicht ohne Grund wurde der Valentin Vogel Riesling als bester Riesling im Lebensmitteleinzelhandel prämiert! Dabei setzte sich der sortenreine Riesling gegen etwa 2.600 andere Weine durch – eine beeindruckende Leistung!

Der Wein besitzt einen sehr fruchtigen Duft nach Zitrusfrüchten, die sehr einladend wirken. Im Abgang überrascht er mit einem schönen Geschmack der an Pfirsiche erinnert.

Die Flasche war leider viel zu schnell leer. Ich hätte gerne mehr davon gehabt. Keine Angst, ich habe die ganze Flasche nicht alleine getrunken, auch wenn ich das gerne gemacht hätte! 🙂

Liebe Grüße euer Elias

Kaufen kann man diesen Wein hier.

Alkoholgehalt: 13.0%

Aromaradar – Neues Feature für Weissweinlust.de

Hallo liebe Leserschaft,

wir haben uns hier bei WeissweinLust.de immer wieder ein Problem: Wir trinken viele leckere Weine und immer, wenn wir versuchen anderen einen Wein zu beschreiben wird es schwierig. Weine sind oft kompliziert, haben viele Aromen und hinzu kommen Süße und Säure. Also, alles nicht so einfach. Wenn ich dann versuche jemanden einen Wein näher zu bringen endet es oft in: „Boah, der war echt lecker. Den müsst Ihr probieren. “ Im Fachhandel oder beim Winzer stehe ich dann vor dem gleichen Problem.  Kurz um:  Einen Wein begreife ich erst, wenn ich ihn probiert habe. Vorher nicht.

Um unseren Lesern den Geschmack näher zu bringen arbeiten wir ab jetzt mit einem Aroma Radar.

Wir haben uns für die im Radar genannten Aromen entschieden um einen Wein zu beschreiben. Je stärker das Aroma ausgeprägt ist, desto mehr Punkte bekommt es im Radar.  Das Feature implementieren wir über AMCharts.com.

Ebenso werden wir uns bemühen immer die Säure, die Restsüße und den Alkoholgehalt der Weine zu ermitteln. Wir hoffen dadurch euch den Wein etwas näher zu bringen als zuvor. 🙂

Wein-Erzeugerliste Jahrgang 2018 veröffentlicht

Hey Leute,

heute wurde die Erzeugerliste 2018 über Beeren- und Trockenbeerenauslese vom Deutschen Weininstitut veröffentlicht. Insgesamt 80 Betriebe hatten an einer Umfrage teilgenommen und Ihre besten Weine mitgeteilt.

Hier findet Ihr die Liste. Man muss dazu sagen, dass die Traubenbeeren dieses Jahr wohl ziemlich gut zu Rosinen eingetrocknet sind und sich dadurch hochwertige Weine erwarten lassen. Der Wermutstropfen dabei: Die Ausbeuten sind allesamt sehr gering und liegen zwischen 50 – 200 Liter. Darüber hinaus sind es für meinen Geschmack zu viele Rieslinge, aber andere mag das ja freuen 🙂

Kanzler Auslese 2015 – Weingut Stelzer

Ich schaue gerade auf Amazon Prime den Film Frost/Nixon – ein Film über ein aufsehenerregendes Interview von David Frost mit Richard Nixon über die Watergate Affäre. In diesem Interview gibt Nixon erstmals öffentlich zu das amerikanische Volk betrogen zu haben. Toller Film. Nebenbei probiere ich einen Kanzler Auslese 2015 vom Weingut Stelzer. Die Flasche habe ich beim Besuch der Schwiegereltern (in spe) abstauben können. 🙂

Kanzler ist eine eher seltene Rebensorte. Es ist eine Mischung aus Müller-Thurgau und Silvaner. Der Name wurde scherzhaft nach den Eigenschaften der ersten deutschen Bundeskanzler gewählt: Raffinessen wie Adenauer, elegant wie Kiesinger und dick wie Erhard.

Der Kanzler ist schwer zu charakterisieren. Der Geruch besticht durch eine leichte, angenehme Süße und fruchtige Aromen. Allerdings kann man diese Aromen nicht wirklich zuordnen. Der Geschmack ist komplex. Am Anfang steht eine Süße. Allerdings hält sie nicht lange an. Sie macht schnell einem Säurespiel Platz. Dabei ist kein wirkliches Aroma erkennbar. Es ist eher wie ein Fruchtsalat. Der Wein hat einen starken Körper. Ich schmecke Mango und Honig Noten heraus. Nach den ersten Sekunden entwickelt sich ein kräftiger Geschmack mit einem langen Abgang, wobei die Säure die Aromen begleitet und nichts überdeckt.

Viele Informationen habe ich nicht über den Wein gefunden, aber ich frage beim Winzer nach. In der Zwischenzeit. Hier ist der Link zum Weingut: http://www.weingut-stelzer.de/

Mein Fazit: Ein angenehmer Dessertwein mit körperreichen Noten. Besonders ist er für mich, dass er noch sehr lange im Gaumen nachhallt.

*Nachtrag: Frau Stelzer vom Weingut Stelzer war so freundlich meine offenen Fragen zu beantworten.

Gesamtalkohol 13,91%

Vorhandener Alkohol 11,27%

Zuckergehalt 44,3g/l

Säure 4,9g/l