29. Goethe-Weinfest in Weimar – Auf einen Schoppen bei Goethe Teil 1

Vom 30. August bis zum 02. September findet in der Dichter und Denker Stadt Weimar wieder das Goethe-Weinfest statt.  Dieses Jahr jährt es sich zum 29. mal. Von Donnerstag bis Sonntag wird Besuchern ein kleines Rahmenprogramm rund um unser Lieblingsgetränk geboten.

Weinfest-Programm

Donnerstag, 30. August:

  • 18 Uhr offizielle Eröffnung unter anderem mit der Gruppe „Rest of best“, Weinmajestäten, Vertretern der Weinbruderschaft Saale-Unstrut und prominenten Gästen
  • 20 Uhr Bekanntgabe und Präsentation der Goethe-Weinfest-Weine 2018

Freitag, 31. August:

  • 15 Uhr Weindorf-Öffnung
  • 16 Uhr Ratespiel „9xklug“ rund um den Wein
  • 18 Uhr Gesucht: „Weinschmecker des Tages“ – Wer schmeckt und erkennt die richtigen Rebsorten?
  • 19 Uhr Livemusik mit Günter von Dreyfuß & „acoustiCocktail“

Samstag, 1. September:

  • 15 Uhr Weindorf-Öffnung
  • 16 Uhr Gerd Bloch live mit jungen Talenten
  • 17 Uhr Ratespiel „9xklug“
  • 18 Uhr Gesucht: „Weinschmecker des Tages“
  • 19 Uhr Livemusik mit „Threeplay“

Sonntag, 2. September:

  • 11 Uhr Winzerfrühschoppen mit Livemusik von Georg Schütz
  • 15 Uhr Livemusik mit „Biba und den Butzemännern“, Ratespiel „9xklug“ und die Suche nach „Weinschmecker des Tages

Wir waren dabei, um uns etwas umzuschauen und ein paar Tropfen zu verkosten. Zwar kamen wir erst etwas spät an, aber das hat unserem Enthusiasmus keinen Abbruch getan. Sehr angenehm war das Ambiente und die Vielzahl an unterschiedlichen Regionen, die präsentiert wurden. Von Österreich über Moldawien war alles dabei.  Persönlich finde ich es etwas schade, dass inzwischen „Trockene Weine“ deutlich überproportional repräsentiert sind. Aber nun zu den Weinen.

Meine erste Probe war die Kerner Spätlese vom Weingut Dettweiler aus dem Jahr 2017.

Kerner Spätlese 2017 – Dettweiler

Überzeugt hat mich die ausgewogene Balance zwischen Säure und Süße. Die anfängliche Süße wurde von feinen Fruchtaromen unterstrichen. Ich muss zugeben, dass ich nicht immer heraus bekomme, welche Noten nun vorhanden sind. Aber die angenehmen Pfirsich und Zitrusnoten konnte ich wunderbar erkennen. Am Kerner mag ich besonders seine verspielte und komplexe Art. Nach dem die erste Süße verschwunden war, trat die leicht saure Note ein. Einfach toll.

Der zweite Wein war ein Grauburgunder 2016 trocken vom Werkstück Weimar.

Grauburgunder 2016 – Werkstück Weimar

Der Grauburgunder hat einen angenehmen, leicht erdigen Geruch. Obwohl trocken ist er nicht sauer, sondern eher zurückhaltend. Es braucht ein wenig Zeit bevor er seine ganzen Aromen im Mund entfaltet. Gibt man Ihm diese entdeckt man am Anfang eine leichte würzige Note, gefolgt von Pflaumen. Abgerundet wird das Spiel durch eine interessante Säure und lange Aromen.

Der dritte Wein. Ein Muskateller aus Württemberg von Weinhof Dieroff.

Muskateller 2017 lieblich – Weinhof Dieroff

Ja, der Muskateller. Ich bin kein großer Fan, da ich verspielte Weine mag. Aber dieser hat mich von Anfang an gepackt. Die Süße wirkt nicht überladend, wie es oft der Fall bei lieblichen Muskatellern ist, sondern reiht sich ein. Herausragend sind die vielen Zitrusnoten und Aromen heller Früchte. Besonders spannend fand ich die starke Frische des Weins. Bei lieblichen Weinen habe ich oft das Problem, dass sie manchmal etwas“klebrig“ am Gaumen herunterlaufen. Aber dieser hier nicht.

Das Goethe-Weinfest ist immer einen Besuch wert. Ich freue mich auf nächstes Jahr und bin gespannt wie der aktuelle Sommer, mit den langen Hitzeperioden, Einfluss auf die Weine genommen hat.

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