Weinfrühstück für mich selbst

„Ähh, du kannst doch kein Wein am Morgen Trinken“ und hier lag meine Frau heute Morgen komplett falsch :). Als erstes möchte ich mich für meine längere Abstinenz vom Blog (und Wein) entschuldigen. Wer im Oktober aufmerksam war, weiß dass ich dort meiner Frau in Venedig einen Antrag gemacht habe. Im September war die Hochzeit und weil wir dafür eine Menge Zeugs vorbereiten mussten, bin ich zu nichts gekommen.

So, Weinfrühstück. Auf die Idee bin ich heute morgen gekommen. Mario von Malwasfeines.de hat mich darauf gebracht. Wir teilen die gleiche Leidenschaft: Wein. Ich hatte mir überlegt, wie man das am besten in ein Frühstück integrieren kann und Mario hatte eine prima Lösung für ein süßes Frühstück parat – Weinaufstrich. Zum probieren hat er mir einen Silvaner, einen Dornfelder und Domina Trauben vorbei gebracht.

Da meine Frau mit akuter Bronchitis im Bett liegt habe ich Ihr O-Saft frisch gepresst und Frühstück nebst Kaffee ans Bett gebracht. Nachdem ich ordnungsgemäß, allerdings nicht übermäßig gelobt wurde, habe ich mich an das Weinfrühstück gemacht. Im Zentrum sollten die Weinaufstriche stehen, also habe ich mich für Croissants und Eierkuchen als Beilage entschieden.

Wer Marmelade mag und wer Wein mag – der wird begeistert sein. Ich war anfangs nicht so wirklich sicher, wie die Aufstriche schmecken werden. Aber, oh mein Gott, die beiden Aufstriche waren traumhaft. Als ob man einen exzellenten Wein isst – und jetzt in Kombination mit warmen Buttercroissants.

Der Silvaner-Weinaufstrich
hat mich sehr überrascht. Neben der feinen Säure kommt er sehr elegant daher. Ich hätte nicht gedacht, dass man Wein in einen Aufstrich verwandeln kann.

Der Dornfelder-Weinaufstrich ist intensiv, aromatisch und fruchtig. Wie beim Silvaner kann ich nur empfehlen warme Croissants dazu zu essen und die Kombination zu geniessen.

So, neben den beiden Aufstrichen gab es zu den Domina Trauben Eierkuchen aus Meisterhand. Insgesamt muss ich sagen finde ich die Idee Wein in anderer Form als Wein zu genießen ziemlich cool. Bisher habe ich Wein eigentlich nur noch zum kochen verwendet und dabei ist meist das Aroma bei Rouladen oder im Gulasch untergegangen, aber durch den Aufstrich kann man das gesamte Aroma des Weins zum Beispiel ins Frühstück mit integrieren. Das eröffnet ein interessante Möglichkeiten für Hobbyköche. Eventuell könnte man auch ein Dessert daraus zaubern. Mein nächster Job: Da ich gerade beim Wein auf komplexe Geschmacksprofile stehe, halte ich meine Augen nach einem Bacchus Aufstrich offen und schaue mal ob das zu Walnuss Eis passt :).

Aromaradar – Neues Feature für Weissweinlust.de

Hallo liebe Leserschaft,

wir haben uns hier bei WeissweinLust.de immer wieder ein Problem: Wir trinken viele leckere Weine und immer, wenn wir versuchen anderen einen Wein zu beschreiben wird es schwierig. Weine sind oft kompliziert, haben viele Aromen und hinzu kommen Süße und Säure. Also, alles nicht so einfach. Wenn ich dann versuche jemanden einen Wein näher zu bringen endet es oft in: „Boah, der war echt lecker. Den müsst Ihr probieren. “ Im Fachhandel oder beim Winzer stehe ich dann vor dem gleichen Problem.  Kurz um:  Einen Wein begreife ich erst, wenn ich ihn probiert habe. Vorher nicht.

Um unseren Lesern den Geschmack näher zu bringen arbeiten wir ab jetzt mit einem Aroma Radar.

Wir haben uns für die im Radar genannten Aromen entschieden um einen Wein zu beschreiben. Je stärker das Aroma ausgeprägt ist, desto mehr Punkte bekommt es im Radar.  Das Feature implementieren wir über AMCharts.com.

Ebenso werden wir uns bemühen immer die Säure, die Restsüße und den Alkoholgehalt der Weine zu ermitteln. Wir hoffen dadurch euch den Wein etwas näher zu bringen als zuvor. 🙂

Wein-Erzeugerliste Jahrgang 2018 veröffentlicht

Hey Leute,

heute wurde die Erzeugerliste 2018 über Beeren- und Trockenbeerenauslese vom Deutschen Weininstitut veröffentlicht. Insgesamt 80 Betriebe hatten an einer Umfrage teilgenommen und Ihre besten Weine mitgeteilt.

Hier findet Ihr die Liste. Man muss dazu sagen, dass die Traubenbeeren dieses Jahr wohl ziemlich gut zu Rosinen eingetrocknet sind und sich dadurch hochwertige Weine erwarten lassen. Der Wermutstropfen dabei: Die Ausbeuten sind allesamt sehr gering und liegen zwischen 50 – 200 Liter. Darüber hinaus sind es für meinen Geschmack zu viele Rieslinge, aber andere mag das ja freuen 🙂